Hier wächst lebendige Vielfalt!

Für den Ackerbau ist Güde Martensen verantwortlich.

Wir bauen auf 249 ha Ackerland Getreide, Kartoffeln, Erdbeeren und Futter für unsere Tiere nach den Richtlinien des ökologischen Anbauverbandes Bioland an: im Einklang mit der Natur und zum Nutzen von Mensch und Tier.

Das Herzstück ist der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit durch eine vorausschauende Fruchtfolge, die dem Boden Zeit und Kraft gibt, sich zu erholen und alle Nährstoffe zu bekommen, die er braucht. Der Anbau von vielfältigen und widerstandsfähigen Sorten erleichtert uns die Gesunderhaltung der Pflanzen. Und der wertvolle Dünger kommt in Form von Mist von unseren eigenen Tieren und wird ergänzt durch Pflanzenkompost, Gründüngung und Hülsenfrüchte.

Technik unterstützt Handarbeit

Der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen erfordert viel Arbeit von uns. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir zu einer Landwirtschaft aus längst vergangener Zeit zurückkehren. Moderne Landtechnik liefert Schlepper, Mähdrescher, Kartoffelroder und neue Hackstriegel. Sie erleichtern uns die tägliche Arbeit und sparen Zeit.

 

Altes Wissen findet neue Anwendung

Vieles, was sich bei unseren Vorfahren bewährt hat, haben wir erhalten oder wiederentdeckt. Zum Beispiel das alte Wissen über vielfältige Fruchtfolgen, Methoden natürlicher Düngung und die angepasste Bodenbearbeitung. Dieser große Erfahrungsschatz kommt bei uns zur Anwendung und wird ständig weiterentwickelt. So lässt sich jetzt beispielsweise der gefürchtete Kartoffelkäfer mittels eines Pflanzenpräparates auf Basis des biologischen Pflanzenschutzes natürlich bekämpfen.

Bio erleben: Frisch vom Feld

Wenn im Sommer Scharen von Menschen mit Körbchen und Strohhut über die Felder ziehen, dann ist es wieder so weit: Erdbeersaison auf Gut Wulksfelde. Es darf genascht und gepflückt werden, bis alle glücklich sind. Der süße und vorzügliche Geschmack unserer Erdbeeren lockt die ganze Familie zum genüsslichen Ausflug. Da strengt sogar das Bücken nicht mehr an.

Im Herbst kommt die Kartoffel dran. Auch hier laden wir zum Selber Ernten ein: Mit Eimern, Spaten und Gummistiefeln ausgerüstet ziehen unsere Besucher über das Feld. Der Erfolg ist ihnen sicher: Ein Spatenstich und dann leicht anheben, schon kommen die reich behangenen Wurzelausläufer mit den neuen Kartoffeln an die Oberfläche und können eingesammelt werden. In große Kartoffelsäcke abgefüllt nimmt jeder seine Ernte mit nach Hause.

Unsere Feldfrüchte: Für Mensch und Tier

Weizen, Dinkel und Roggen werden in unserer Gutsbäckerei zu leckeren Broten und knusprigen Brötchen verarbeitet. Hafer, Gerste, Erbsen, Triticale und Kleegras sind Futtergrundlage für unsere Tiere. Denn auch das ist Teil der ökologischen Landwirtschaft: der geschlossene Betriebskreislauf. Alles Futter, das unsere Tiere benötigen, erhalten sie aus eigenem Anbau.

Landwirtschaft und Naturschutz gehören bei uns zusammen

Gut Wulksfelde verfügt neben Acker- und Grünlandflächen auch über 14 ha Naturflächen, darunter 12 km Knicks in Form der typischen Wallhecken. Viele davon haben wir selbst angelegt. Zahlreiche Feuchtbiotope, Lehmkuhlen, ehemalige Toteislöcher sowie neu geschaffene Tümpel ergänzen das ökologische Inventar.

In unmittelbarer Nähe von Wulksfelde liegen das 1060 ha große Naturschutzgebiet "Duvenstedter Brook" und die naturnahe Flusslandschaft "Oberes Alstertal", die noch ein natürlich mäandrierendes Flusssystem aufweist. 
Viele Tiere der Kulturlandschaft wie Rebhühner, Hasen und Feldlerche finden sich auf unseren Feldern wieder ein. Sie lieben die abwechslungsreichen Äcker, auf den neben Getreide, Kartoffeln und Gemüse auch mal ein saftiger Klee wächst und profitieren von den rund um die Felder angelegten Wallhecken und Knicks, die ihnen Schutz und wertvolle Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Unsere Feldfrüchte

Erdbeeren
Unsere Erdbeeren sind nicht nur köstlich, sondern auch sehr gesund: Nach der schwarzen Johannisbeere weist die Erdbeere den höchsten Vitamin C-Gehalt auf. Direkt am Hof wachsen unsere süßen Wulksfelder Erdbeeren und locken Groß und Klein zum Selberpflücken hierher.

Kartoffeln
Unsere Wulksfelder Kartoffeln sind eine echte Delikatesse mit ausgereiftem Geschmack. Als vollwertiges Nahrungsmittel ist diese Genusskugel auch noch kalorienarm. Ob als ganze Knolle, in knusprigen Scheiben, als feines Püree oder köstlicher Auflauf, die Kartoffel ist ein Multitalent und hat den Begriff „Beilage“ nicht verdient.

Wir auf dem Gut Wulksfelde bauen viele verschiedene Kartoffelsorten an, so dass für alle Verwendungen, ob für den Kartoffelsalat oder das Püree, eine passende Sorte dabei ist.

 

Weizen
Der Weizen zählt weltweit zu den ältesten und wichtigsten Getreidearten. Er ist anspruchsvoll, braucht viele Nährstoffe und einen möglichst krümeligen, lockeren Boden, der mit ausreichend Wasser versorgt ist. Der bei uns angebaute Weichweizen zeichnet sich durch eine gute Backfähigkeit aus und wird in unserer Gutsbäckerei zu vielen leckeren  Backwaren verarbeitet.

Dinkel
Er gilt als die Urform des Weizens und hat einen hohen Spelzanteil.
Sein Geschmack wird als etwas ausdrucksvoller im Vergleich zum Weizen beschrieben. Im ökologischen Landbau wird Dinkel gerne in die Fruchtfolge eingebaut, weil er wenig anspruchsvoll bezüglich Boden und Düngung ist. Allerdings ist Dinkel weniger ertragreich als Weizen und deshalb teurer.

Dinkel wird häufig auch von Menschen vertragen, die eine Weizenallergie haben. Daher wird Dinkel bei uns als Alternative zum Backweizen verwendet.

 

Roggen
Er zählt auch zu den üblichen Brotgetreidearten und ist in der Lage, sich an die jeweiligen Klima- und Bodenverhältnisse gut  anzupassen. Im ökologischen Landbau hat der Winterroggen neben dem Weizen die größte Bedeutung.
Er wird hauptsächlich als Brotgetreide verwendet. Das entscheidende Kriterium für die Backeignung ist die Qualität der Stärke.
Wir verwenden den Roggen für die leckeren Backwaren unserer Gutsbäckerei. Er verleiht dem Brot den typisch kräftigen Geschmack.

Hafer-Gerste-Erbsen-Mischung
Hafer ist ein Spelzgetreide, das Feuchtigkeit liebt. Statt auf einer Ähre sind die gelben, länglichen Körner einzeln an einer Rispe angeordnet, ähnlich wie beim Reis. Er wächst gemeinsam mit Gerste und Erbsen auf dem Feld. Wir verwenden ihn als Futtergrundlage für unsere Schweine.

Gerste ist ein sehr anpassungsfähiges Spelzgetreide. Die strohgelben, rundlichen Körner mit ca. 10 mm Länge sind reich an Niacin und Schleimstoffen, denen eine Heilwirkung zugeschrieben wird. Gerste enthält Ballaststoffe und Kieselsäure.
Erbsen sind Alleskönner. Sie sind ein wertvoller Stickstoffsammler und Humusbildner, also für uns ein wichtiges Fruchtfolgeglied – und außerdem Eiweißlieferant für die Tiere.

Die Erbse wächst besonders gut in Gesellschaft von Hafer und Gerste: Sie hält sich an ihren Halmen fest und rankt zum Licht. Dadurch reift sie schön ab und ist gut zu ernten. Im Gegenzug profitieren Hafer und Gerste davon, dass die Erbse den Stickstoff aus der Luft sammelt und dem Boden durch Knöllchenbakterien an den Wurzeln zufügt. Dort nutzen Hafer und Gerste den mineralisierten Stickstoff für ihr Wachstum.

 

Triticale
Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen. Ziel der Kreuzung beider ist es, die Ertragsfähigkeit und Kornqualität des Weizens mit der Anspruchslosigkeit und Winterfestigkeit des Roggens zu kombinieren. Triticale wird als hochwertiges Futtergetreide eingesetzt.

Kleegras
Kleegras ist ein Gemisch aus verschiedenen Gras- und Kleesorten. Wir verwenden hauptsächlich Rotklee und Weidelgras. Kleegras ist im ökologischen Landbau eine wichtige Kultur in der Fruchtfolge. Mit den so genannten "Knöllchenbakterien" in den Wurzeln sammelt Klee den Pflanzennährstoff Stickstoff, der dann für die nachfolgenden Kulturen als Dünger zur Verfügung steht. Mit seinen zahlreichen Wurzeln gibt das Kleegras dem Boden Halt und trägt dazu bei, dass der Boden vor Erosion geschützt ist.

Hofladen Gut Wulksfelde

Wulksfelder Damm 15-17
22889 Tangstedt

Telefon: 040 – 644 251 20
Fax: 040 – 644 251 25

hofladen(at)gut-wulksfelde.de

Öffnungszeiten:
Mo. – Sa. 8.00 – 19.00 Uhr

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