Wir lassen nicht nur die Sau raus!

Auf Gut Wulksfelde darf ein Tier noch Tier sein. Die artgerechte Haltung mit viel Bewegung und reichlich frischer Luft fördert die Vitalität unserer Tiere und macht sie widerstandsfähig gegen Krankheiten. Das senkt nicht nur die Kosten der Tierhaltung, sondern bedeutet für unsere Kunden den vollen Genuss von rückstandsfreiem aromatischen Fleisch.

Mit unserer artgemäßen Haltung verzichten wir bewusst auf tierische Höchstleistungen. Die etwas aufwändigere Haltung ist Ausdruck unseres Respekts den Tieren gegenüber.

Ulrike Schreiber, die Chefin aller Tiere, ist seit vielen Jahren für das Wohlbefinden unserer Tiere auf dem Gut verantwortlich.

Bei uns dreht sich alles im Kreis

Das Biofutter für unsere Tiere erzeugen wir selbst. Denn da wissen wir, was drin steckt. Im ökologischen Landbau ist die Anzahl der Tiere auf die Größe der Betriebsflächen abgestimmt. Wir halten nur so viele Tiere, wie unsere Flächen ernähren können – und unsere Tiere geben nur so viel Mist ab, wie wir auf unseren Flächen als Dünger für die Pflanzen benötigen. Dieses fein aufeinander abgestimmte Gleichgewicht entspricht einem natürlichen Kreislauf.

Die Nutztiere auf Gut Wulksfelde

Auf unserem Hof halten wir Rinder, Schweine, Hühner, Gänse und Schafe.

Rinder
Mit den Rindern begann unsere Tierhaltung. Heute halten wir ca. 150 Rinder. Die robuste, an Wind und Wetter angepasste Rasse Deutsch Angus hat von Natur aus keine Hörner und verbringt fast das ganze Jahr im Freien.

 

In unserer Mutterkuhherde leben 48 Mutterkühe, ein Bulle, ihre einjährige Nachzucht (Kälber) sowie ältere Jungtiere und können ihr natürliches Herdenverhalten entwickeln. Die Milch der Mutterkühe wird nach der Geburt nur von den Kälbern getrunken und nicht für den menschlichen Verzehr gemolken, so dass wir ausschließlich Fleischrinder auf Gut Wulksfelde haben.

Unsere Rinder fressen hauptsächlich Gras und im Winter Grassilage– wie das für Rinder typisch ist. Silage ist eine Kleegrasmischung, die im Frühjahr und Sommer auf unseren Feldern wächst, dann geschnitten und unter Luftabschluss – ähnlich der Sauerkrautherstellung - haltbar gemacht wird. Dazu erhalten sie gelegentlich Restkartoffeln, sonst nichts. Durch diese natürliche Fütterung und Haltung schmeckt das Fleisch besonders zart, aromatisch und saftig. Das können auch Sie genießen!

 

Schweine
Auch die 220 Schweine dürfen noch ungestört Schwein sein. Sie haben viel Bewegung an der frischen Luft, können ihren Wühltrieb ausleben oder sich dicht an dicht ins Stroh kuscheln.

Schweine sind entgegen landläufiger Meinung keine „Dreckschweine“, sondern absolut saubere Tiere. Sie trennen sehr genau ihre Bereiche zum Fressen, Liegen und Koten. Jede Schweinegruppe baut sich je nach Außentemperatur in ihrer Bucht oder im Außenbereich im Stroh ein Schlafnest.

 

Wenn es zu kalt wird, legen sich alle Tiere dicht beieinander ins Stroh, um die Wärme zu halten. Dabei entscheidet die Rangordnung und Freundschaft unter den Tieren, wer neben wem liegt. Draußen im  Mistgang gibt es für jede Bucht eine Tränke. Dort, wo es nass und eher ungemütlich ist, wird auch abgekotet. Der Mistgang ist mit dem Trecker zu befahren, was das Ausmisten erleichtert. Der Stall ist so gestaltet, dass die Tiere die schweinetypischen Verhaltensweisen möglichst ungehindert ausleben können.

Die Gesundheit der Schweine und die Qualität des Fleisches sind abhängig von einer vielseitigen und hochwertigen Ernährung. Hauptbestandteil der Tagesration ist das hofeigene Getreide, das durch Futtererbsen oder Lupinen ergänzt wird. Aussortierte Kartoffeln und Silage aus eigenem Anbau werden je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit mit verfüttert. Wir setzen kein Import-Futtermittel, Tiermehl oder gentechnisch verändertes Futter ein.

 

Schafe
Die fünf Rauwolligen Pommerschen Landschafe sind eine selten gewordene Nutztierrasse, die wir gerne auf dem Hof haben. Sie sind gut angepasst an kärgliche Weideverhältnisse und fressen nur Gras. Lediglich in schneereichen Wintern müssen wir etwas Silage zufüttern.

 

Rauwollige Pommersche Landschafe leben ganzjährig draußen. Sie brauchen keinen Stall, ein Unterstand genügt. Sie haben von Natur aus ein grau-schwarzes Fell. Bis zu zweimal im Jahr lammen sie und bekommen meist Zwillinge.

 

Hühner
Unsere 1.200 Legehennen und 20 Hähne können jeden Tag nach draußen, um zu scharren, nach Würmern, Samen und Körnern zu picken oder im Sand zu baden. Hühner sind tagaktiv und sehr bewegungsfreudig. Sie nutzen den stallnahen Bereich sehr intensiv ab und wagen sich nur zögerlich in entferntere Bereiche. Damit sich die Grasnarbe wieder erholen kann, haben wir einen Mobilstall, der mit Hilfe von Trecker und Seil auf dem Feld wie ein Schlitten umgezogen werden kann. So „fahren“ wir den Stall regelmäßig zusammen mit dem Auslaufzaun und den Hühnern bis zu einem Bereich mit genügend frischem Grün.

Innen ist der Stall mit Sitzstangen und eingestreutem Stroh auf dem Boden artgerecht aufgebaut, damit die Tiere auch dort Material zum Scharren vorfinden. Damit verbringen sie übrigens mehrere Stunden pro Tag.



Nachts sind sie zum Schutz vor Mardern und Greifvögeln im Stall. Dafür suchen sie die erhöhten Schlafplätze auf, wobei die ranghöchsten Tiere oben sitzen. Unterhalb der Sitzstangen und der Tränke ist die Kotgrube angelegt, da während der Ruhephase der meiste Kot anfällt.

An verschiedenen Fressplätzen steht den Tieren geschrotetes Futter und ausreichend Wasser zur Verfügung. Zusätzlich wird eingeweichtes Getreide zur Beschäftigung der Hühner in den Scharrraum eingestreut. Je abwechslungsreicher das Auslauf- und Futterangebot ist, desto geringer ist ihr Aggressionsverhalten untereinander.

Ihre Eier legen die Hühner in ein weiches dunkles Nest. Wer die Eier unserer Hühner erst einmal probiert hat, wird ihren Geschmack nicht mehr missen wollen.

 

Gänse
Rund 550 Gänse leben von Mai bis Dezember bei uns und stammen von einem Bioland-Betrieb. Im Alter von 3 Wochen kommen sie zu uns. Morgens treiben wir unsere Gänse über den Wiesenweg auf die Hofweide und abends wieder in den Stall zurück. Die Leitgans übernimmt dabei die Führung, alle anderen folgen im Gänsemarsch.

 

Auf unserer großen Hofweide angekommen, fressen sie in aller Ruhe das frische Gras, indem sie den Grashalm im Schnabel einklemmen und mit einem Kopfruck abreißen. Sie tun dies Tag für Tag, von morgens bis abends. Dann kehren sie zurück in ihren Stall,aber nicht ohne vorher in unserem Teich ein Bad zu nehmen und sich ihr Gefieder zu putzen.


Der Stall schützt sie in der Nacht vor dem hungrigen Fuchs oder Marder. Er wird täglich mit Stroh eingestreut, damit die Tiere stets eine saubere Liegefläche vorfinden. Hofeigenes, gequetschtes Getreide und frisches Wasser stehen ihnen dort zur freien Verfügung.


Besucher willkommen!


Alle Tiere können Sie in ihrer natürlichen Umgebung bei uns auf dem Hof erleben. Ein anschaulich beschilderter Rundweg lädt dazu herzlich ein.
Außerdem haben wir einen neuen Tiergarten, direkt neben dem Hofladen. Hier können auch die Kleinsten die Tiere hautnah erleben.

Hofladen Gut Wulksfelde

Wulksfelder Damm 15-17
22889 Tangstedt

Telefon: 040 – 644 251 20
Fax: 040 – 644 251 25

hofladen(at)gut-wulksfelde.de

Öffnungszeiten:
Mo. – Sa. 8.00 – 19.00 Uhr

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