Saisonkalender Mai – regional, saisonal & bio

Sich saisonal zu ernähren, macht einen großen Unterschied: Das Obst und Gemüse ist knackig-frisch und auch die Umwelt dankt, weil lange Transportwege vermieden werden. Mit unserem Saisonkalender wollen wir Dich durch das Jahr begleiten und Dir den Einkauf erleichtern.
Unseren liebevoll gestalteten Wulksfelder Saisonkalender zum Aufhängen findest Du übrigens auch bei uns im Online Shop und im Hofladen.
Zum Online ShopIm Mai startet die Hochsaison und es gibt viel zu tun
Der Mai ist ein echter Wendepunkt im Wulksfelder Jahr. Jetzt geht die Hochsaison so richtig los. Es wächst, es gedeiht, in den Gewächshäusern und auch im Freiland gibt es allerhand voll zu tun. Alle Hauptkulturen gepflanzt und es gibt einige Highlights, auf die wir uns schon sehr freuen.
Fangen wir in der Gärtnerei an: Alle Gewächshäuser sind jetzt auf Sommer eingestellt. Beim Spaziergang an ihnen vorbei kann man nun immer wieder einen Blick in das Innere erhaschen, denn immer bei gutem Wetter sind die Fenster geöffnet. Und auch ein Kulturwechsel hat stattgefunden: Immer mehr Sommerkulturen sind eingezogen. Die Gurkenpflanzen haben bereits eine Rankhilfe bekommen und mit etwas Glück können wir die ersten Gurken bereits im Mai ernten.
Für alle Hobbygärtnerinnen und -gärtner unter Euch ist jetzt eine besonders schöne Zeit: Die kalten Nächte sind vorbei und alles, was Ihr im Jungpflanzenmarkt kauft, kann direkt ins Beet oder in den Balkonkasten gepflanzt werden. Der Jungpflanzenmarkt ist Montag bis Samstag von 10-16 Uhr geöffnet, Feiertage ausgenommen.


Und was ist in der Landwirtschaft los?
Auch in der Landwirtschaft ist im Mai alles bereits gepflanzt und wird jetzt gehegt und gepflegt. Unsere Kartoffeln werden behäufelt. Das bedeutet, dass Erde von den Seiten an die Pflanzen gezogen wird, sodass kleine Dämme entstehen. Klingt einfach, hat aber einen großen Effekt: Die jungen Knollen bleiben vor Licht geschützt, die Pflanze bekommt mehr Raum, um sich zu entfalten, der Boden bleibt locker und das Wasser kann besser gespeichert und verteilt werden. Jetzt investiert die Pflanze viel Energie in das Wachstum und wir geben alles, um sie dabei bestmöglich zu unterstützen. Apropos Wasser: Die trockene Jahreszeit steht bevor und unsere Kolleginnen und Kollegen machen sich viel Gedanken um eine sinnvolle Beregnung.
Unsere Erdbeeren werden beregnet und anschließend mit Stroh eingestreut. Daher kommt auch der englische Name strawberries. Mitte Mai bilden sich endgültig die Früchte und die Vorfreude wächst von Tag zu Tag!
Das gepflanzte Sommergetreide zeigt sich als feiner, grüner Teppich auf dem Feld. In dieser Phase ist das Getreide noch empfindlich und braucht Raum, um sich durchzusetzen. Deshalb striegeln wir im Mai unsere Felder. Dabei fahren wir mit einem Striegel über den Boden, der die Beikräuter lockert und herauszieht. Dabei wird auch die Bodenoberfläche leicht aufgebrochen und das Getreide in seinem Wachstum gestärkt. Das Striegeln ist aufwändig, aber toll, weil wir als Bioland-Betrieb keine synthetischen Pflanzenschutzmittel verwenden und so die Pflanze auf natürliche Weise stärken können.
Im Mai finden endgültig alle Rinder den Weg auf die Weide. Im großen Hühnerstall steht ein Wechsel an: Der Stall wird ausgestallt. Das bedeutet: Die Hühner verlassen den Stall und werden geschlachtet. Anschließend wird er mit einer gründlichen Reinigung auf die nächste Gruppe vorbereitet.
Ein Wulksfelder Highlight steht kurz bevor: Hallo Erdbeersaison!
Der Mai ist in unserem Saisonkalender auch deshalb so ein besonderer Monat, weil er oft die Erdbeersaison starten lässt. Und die ist ein echtes Highlight jedes Jahr. Dieses Jahr müssen wir uns aufgrund der Witterung doch noch bis in den Juni gedulden, die Vorfreude steigt trotzdem schon!
Freut Euch auf saftige rote Beeren voller Aroma, denn das macht unsere Erdbeeren aus. Sie haben Zeit zu reifen, wachsen ganz ohne Chemie im Freiland und werden erst geerntet, wenn sie vollmundig und reif sind. Ohne Umwege kommen sie direkt vom Feld zu uns auf den Hof und werden dort im Hofladen und Lieferservice verkauft.
Unsere Erdbeeren brauchen ein halbes Jahr liebevoller Zuwendung in Handarbeit. Sie werden ausschließlich mit hofeigenem Kompost gedüngt und sorgfältig gehegt, damit sie köstlich süß werden. Wenn sie dann endlich reif sind und wir sie ernten, naschen und verkaufen, denken wir jedes Mal: Die viele Arbeit und das lange Warten haben sich gelohnt.
Besonders beliebt ist auch das Selberpflücken. Eine Einladung, über das Feld zu stromern und sich die schönsten Beeren selbst auszusuchen.
Unsere Erdbeeren sind ein kleines Stück Sommer direkt von unseren Feldern.

Der Mai steckt voller Leben, oft im Kleinen und noch unsichtbar. Was jetzt wächst, gepflegt und begleitet wird, prägt den ganzen Sommer.
💡 Wusstest Du schon, dass Erdbeeren botanisch gar nicht zu den Beeren, sondern zu den sogenannten Sammelnussfrüchten zählen? Die kleinen gelben Punkte auf der Oberfläche sind die eigentlichen Früchte.
