Saisonkalender Februar – regional, saisonal & bio

Bio-Saisonkalender Februar mit regionalem Gemüse und Obst vom Gut Wulksfelde, übersichtlich illustriert.

Sich saisonal zu ernähren, macht einen großen Unterschied: Das Obst und Gemüse ist knackig-frisch und auch die Umwelt dankt, weil lange Transportwege vermieden werden. Mit unserem Saisonkalender wollen wir Dich durch das Jahr begleiten und Dir den Einkauf erleichtern.

Unseren liebevoll gestalteten Wulksfelder Saisonkalender zum Aufhängen findest Du übrigens auch bei uns im Online Shop und im Hofladen.

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Februar: Was hat Saison und was passiert auf dem Hof?

So langsam ist es spürbar: Die neue Saison steht in den Startlöchern. Und an einer Wulksfelder Köstlichkeit ist es auch klar zu erkennen. Die ersten Kartoffeln werden “aufgeweckt”. Sie wandern aus dem kühlen Lager raus, bekommen einen Lichtimpuls und werden so zum Keimen angeregt.

Wusstest Du, dass wir jedes Jahr etwa 45 Tonnen Pflanzkartoffeln vorkeimen? Das entspricht ungefähr der Hälfte unserer Gesamtmenge an Pflanzgut. Besonders bei unseren frühen Sorten und den anfälligeren Sorten ist das Vorkeimen wichtig, um diesen einen Wachstumsvorsprung zu verschaffen und ihre Resistenz gegen Krankheiten zu erhöhen, bevor wir sie im April auspflanzen.

Zum Vorkeimen platzieren wir unsere Kartoffeln in weißen Kisten, die auf Paletten in einem Gewächshaus gestapelt werden. Dabei achten wir darauf, dass alle Kartoffeln ausreichend Licht erhalten. Zusätzlich geben wir ihnen zu Beginn einen kleinen Wärmeimpuls. Danach dürfen sie 4 bis 6 Wochen im Gewächshaus verweilen und werden dort vom Frost geschützt.

Durch das natürliche Tageslicht und die künstliche Beleuchtung im Gewächshaus beginnen die Kartoffeln dann zu keimen. Nach etwa 3 Wochen stapeln wir die Kisten neu, um sicherzustellen, dass alle Pflanzkartoffeln genügend Licht erhalten.

Aus den Keimen entwickelt sich nach dem Auspflanzen in den Dämmen ein Wurzelwerk mit Stolonen, aus denen schließlich die Kartoffelknollen wachsen.

Keimende Bio-Pflanzkartoffeln in einer Kiste – Vorbereitung für den Anbau auf dem Gut Wulksfelde
Frischer Bio-Feldsalat wächst in Reihen im Gewächshaus der Gärtnerei von Gut Wulksfelde.

Feldsalat: Frischer Vitaminkick im Winter

An anderer Stelle grünt es aus dem weiterhin kalten Boden: Die Gewächshäuser unserer Gärtnerei sind im Februar mit Feldsalat befüllt. Der saisonale Klassiker ist reich an Beta-Carotin, das wichtig für Wachstumsprozesse und die Augen ist. Zudem liefert er jede Menge Vitamin C, Folsäure, Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium. Alles, was der Körper gerade braucht, um gut durch den Winter zu kommen.

🌿Tipp: Feldsalat nach der Ernte fix verzehren, so behält er die meisten guten Nährstoffe.

Rezept: Feldsalat mit Apfel, Haselnuss & Senf-Honig-Dressing

Warum nicht die Jahreszeit nutzen, Regionales voller Genuss zu genießen? Also haben wir ein tolles Rezept für Dich, das du Beispielsweise zu köstlichen Kartoffelspalten aus dem Ofen essen kannst.

Für zwei Portionen brauchst Du:

  • 100g frischen Feldsalat
  • 1 Apfel (Boskoop oder Elstar)
  • 2 EL gehackte Haselnüsse
  • 1 Stück Ziegenkäse oder Bergkäse
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Honig
  • 3 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
  • Salz, Pfeffer
  1. Feldsalat gründlich waschen, trocknen und Wurzelenden entfernen.
  2. Apfel entkernen und in feine Spalten schneiden.
  3. Haselnüsse leicht anrösten.
  4. Apfelessig, Senf, Honig, Öl verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Feldsalat mit Dressing und Apfel vermischen und Nüsse drüberstreuen.
  6. Käse in Stücke brechen und über den Salat geben.

Dieser Salat ist köstlich und supergesund. Der Apfel hilft dem Körper, die wertvollen Nährstoffe des Salats noch besser aufzunehmen. Ein Essen, nach dem man sich gestärkt und wohl fühlt!

Im Februar ist das Hofgeschehen weiter ruhiger, aber alles steht in den Startlöchern. Jetzt werden auch in der Gärtnerei schon der erste Blattspinat, Asiasalat und Rucola in den Boden gebracht, aber bis er geerntet werden kann, braucht es noch ein paar Wochen.

💡 Wusstest Du schon … ?

… warum Feldsalat auch Rapunzel genannt wird? Das hat seinen Ursprung im gleichnamigen Grimmschen Märchen. Eine schwangere Frau erblickt im Nachbargarten Feldsalat und bekommt unstillbaren Heißhunger. Ihr Mann zieht los und will etwas von dem Grün stehlen, doch wird von der Zauberin erwischt, der der Garten gehört. Sie fordert im Gegenzug das Baby, das später Rapunzel genannt wird.

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